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Es
muss eine starke Liebe zur heimatlichen Kunst und zur kulturellen
Tradition sein, die dem am 6. August 1941 in Schliersee geborenen
Dr. Johann Friedrich Sixtus Lampl Kraft und Ausdauer verleiht, sich
so vielseitig für die Erhaltung und Pflege dieser Schätze einzusetzen.
Die
Jahre an den Humanistischen Gymnasien in Schäftlarn, wo er Orgelspielen
lernte, und Tegernsee, wo er 1962 sein Abitur machte, waren prägend
für seine künftigen Tätigkeiten. 1973 schließt er sein Studium an
der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Doktorarbeit
über die “Klosterkirche Tegernsee” ab. Eine Arbeit, die als kunstgeschichtliches
Werk in 2 Bänden veröffentlicht wird.
Er
beginnt im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege ab 1977 mit der
Erfassung und Pflege von Denkmälern. Seit 1980 ist er als Oberkonservator
auch für historische Orgeln in ganz Bayern zuständig. Es entsteht
die Idee, wertvolle Orgeln, die von ihren Besitzern aufgegeben werden,
in einem Museum aufzufangen. Inzwischen sind mehr als 60 komplette
Orgeln aller Größen, darunter auch die Münchner Domorgel oder die
Orgel aus dem Kongress-Saal des Deutschen Museums, im Alten Schloss
Valley vereint.
Das
Alte Schloss selbst, einen barocken Bundwerkstadel und eine historische
Zollbau-Halle, hat er vor dem endgültigen Verfall gerettet und einer
neuen Nutzung zugeführt.
Heute
wird das Schloss und das Museum von Ehefrau Ingeborg gemeinsam mit
ihrem Mann geführt und verwaltet.
Bereits
als Gymnasiast stößt der begeisterte Orgelspieler auf Spuren des
Musikschaffens in den bayerischen Barock-Klöstern. Er wird fündig,
entdeckt sogar eine bislang unbekannte Mozartmesse und überträgt
etwa viertausend Partiturseiten in heutige Notenschrift.

Damit
werden wunderbare Musikwerke wieder aufführbar und mit Solisten,
Chor und Orchester der von ihm gegründeten und geleiteten „Valleyer
Barockmusikfreunde“ dargeboten. Tätigkeiten, die mit der Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt wurden.
Darüber
hinaus ist Dr. Lampl Kreisheimatpfleger im Landkreises Miesbach,
Dirigent des örtlichen Männerchores, Verleger für Musik-Bücher und
kunsthistorischer Kirchenführer, sowie Leiter von Kultur- und Studienfahrten.
Paul Gscheidlinger
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